Erhalten, bevor ersetzt werden muss
Wenn ein Zahn beschädigt, entzündet oder durch Zahnfleischprobleme gefährdet ist, wird zunächst geprüft, ob er erhalten werden kann. Dafür braucht es eine genaue Diagnose und eine Behandlung, die zur Ursache passt.
Zahnerhalt bedeutet nicht, jeden Zahn um jeden Preis zu behalten. Es bedeutet, realistisch zu prüfen, welche Behandlung medizinisch sinnvoll ist und wie stabil das Ergebnis voraussichtlich sein kann.
Typische Bereiche
- Füllungstherapie bei Karies oder defekten alten Füllungen.
- Wurzelbehandlung, wenn der Zahnnerv entzündet oder abgestorben ist.
- Parodontologie bei Entzündungen des Zahnhalteapparates.
- Kontrolle und Nachsorge, damit behandelte Zähne langfristig stabil bleiben.
Wurzelbehandlung und Füllungstherapie
Bei tiefen Defekten kann eine Füllung allein nicht ausreichen. Wenn der Nerv betroffen ist, kann eine Wurzelbehandlung helfen, den Zahn zu erhalten. Danach wird entschieden, ob eine Füllung, Teilkrone oder Krone die passende Stabilisierung ist.
Zahnfarbene Materialien können im sichtbaren Bereich eine unauffällige Versorgung ermöglichen. Wichtig bleibt, dass die Versorgung dicht, belastbar und gut zu reinigen ist.
Parodontologie und Zahnfleischgesundheit
Zahnfleischentzündungen können langfristig den Zahnhalteapparat schädigen. Warnzeichen können Blutungen, Zahnlockerung, Mundgeruch oder zurückgehendes Zahnfleisch sein. Eine systematische Behandlung und regelmäßige Nachsorge helfen, Entzündungen zu kontrollieren.
Die Parodontologie ist eng mit Prophylaxe verbunden: Ohne gute häusliche Pflege und regelmäßige Kontrolle bleiben Behandlungsergebnisse schwer stabil.